es ist frühling. es ist zeit für die liebe. es ist zeit endlich mal das “Ich” umzukrempeln. de facto heißt es: sport treiben bis an die grenzen.
schon seit langem mache ich mir immer mehr gedanken wegen meines aussehens. natürlich könnte ich schlanker sein, für andere kerle sexyer sein und, besonders, mich einfach besser fühlen.
bei größe 1,84 und bei einem gewicht von 90 kg kann man eigentlich nicht von fettleibigkeit oder dick sprechen; aber von schlank sein oder einer normalen figur natürlich auch nicht. der dickste bin ich nicht, aber mich durch diesen argument mich gehen lassen und mich besser fühlen tue ich auch nicht.
immer mehr und mehr bekomme ich das gefühl, dass ich in einer art und weise einfach hässlich bin. normalerweise kenne ich noch andere naturkatastrophen als menschen … aber auch sehr attraktive . mein problem ist, dass ich mich immer wieder vergleiche; mit schönlinge und erfolgreichere leute in punkto liebe, beziehung, karriere und co. dann sehe ich mich sozusagen eher am boden und dass die, die besser sind einfach auch besseres verdienen als ich. kein wunder, dass ich manchmal ziemlich depri und schlecht gelaunt bin.
dass nur innere werte zählen (diesen auspruch hört man ja ziemlich oft) stimmt nicht immer 100%. die innere werte/einstellungen/charakter sind einfach die dinge, die einen menschen zum menschen machen; zu dem menschen, den ich liebe. nichtsdestotrotz darf man sich selbst und seinem äußeren nicht einfach gehen lassen.
jetzt, wo der frühling nun endgültig eingezogen ist, möchte ich mich äußerlich ändern. mich besser fühlen, auch für andere schwule jungs attraktiv sein, besser werden. habe schon vor ein paar wochen angefangen und langsam merke ich, dass es bergauf geht.
der startschuss ist gefallen. ich will am ziel ankommen … und gewinnen.
rotstift